Reisegger, Gerhoch: Wege aus dem Globalisierungs-Chaos

Art.Nr.: 200217
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Die letzte Chance zum Ausstieg aus der Globalisierung

480 Seiten
50 Abbildungen
Klappenbroschur
ISBN: 978-3-89180-090-4

Kurztext:

Täglich erscheinen neue Schreckensmeldungen zur Welt-Finanzkrise. Fachleute sprechen schon vom Zusammenbruch des Kapitalismus. Was waren die auslösenden Gründe für diese Entwicklung? Haben alle Steuerungsmittel der modernen Finanztheorien versagt? War das Bankensterben notwendig vorherprogrammiert? Welche Kräfte bewirkten das Platzen der mit virtuellem Geld gefüllten Spekulationsblasen? Wer hat an diesen ungeheuren Umverteilungen von Kapital verdient? Dient diese Entwicklung der Globalisierung?
 
Diese und weitere Fragen beantwortet der Verfasser in dem vorliegenden Werk. Er gibt einen – auch durch Definition aller Fachausdrücke für Laien verständlichen – Überblick über die Entwicklung des modernen Finanzwesens, beschreibt den unglaublichen privaten Status der Federal Reserve Bank (FED) in Washington, das Bretton Woods-Abkommen und den modernen Mißbrauch mit den ›Derivaten‹. Abschließend legt er Gedanken für eine neue ganzheitliche, organische Finanz- und Wirtschaftsordnung vor, die in Zukunft die Gefahren des bindungslosen Raubtierkapitalismus verhindern kann. 
 
Langtext:
 
Ausgehend von der US-Immobilienkrise, hat sich eine Weltfinanzkrise noch nie erlebten Ausmaßes entwickelt. Sie hat inzwischen die Wirtschaft erreicht und bedroht unseren Wohlstand. Der betroffene Bürger fragt sich: Wie konnte es zu dieser Krise kommen? War sie nicht mit den Mitteln der modernen Finanztheorien zu vermeiden? Gibt es Schuldige im Hintergrund? Wer hat an dieser gewaltigen Umverteilung von unten nach oben verdient? Warum muß der Steuerzahler nun Hunderte von Milliarden Euro aufbringen, um den Zusammenbruch von Banken zu verhindern? Kündigt sich hier der Zusammenbruch des Kapitalismus an?
 
Diese Fragen und viele weitere beantwortet der Verfasser in dem vorliegenden Buch. Er beschreibt zunächst mit Angabe vieler Daten den ganzen Umfang der gegenwärtigen weltweiten Finanzkrise und ihren Ablauf. Dann stellt er dem Laien erst einmal die vielen Begriffe aus der Finanz- und Wirtschaftswelt vor, deren Kenntnis zum Verstehen der Zusammenhänge erforderlich ist. So erklärt er, was ›Derivate‹ sind, wie bei ihnen mit ›virtuellem Geld‹ (fiat money) gearbeitet wird. Er macht verständlich, wie gerissene Banker ohne jedes Kapital Riesenkredite vergeben konnten und daran maßlos verdienten. 
 
Ausführlich schildert er den Aufbau des Welt-Währungssystems und dessen Entwicklung in den letzten hundert Jahren. Er beschreibt die bewußt herbeigeführten historischen weltweiten Bankkatastrophen vor dem Ersten Weltkrieg wie Ende der zwanziger Jahre und zeigt das Gemeinsame an diesen Währungsmanipulationen und der jetzigen Krise auf. Ebenso werden die Einführung sowie die spätere Abschaffung des Systems von Bretton Woods mit der Golddeckung und festen Paritäten des Dollars  erklärt und die Hintergründe dieses Abkommens vorgestellt.   
 
Es wird auch das für einen Normalbürger schier Unglaubliche dargelegt, daß die Federal Reserve Bank (FED) in Washington, die für die US-Währung, bisher die Leitwährung der Welt, zuständig ist und allein das Recht hat, Dollars zu drucken, seit ihrer Gründung 1913 in privaten Händen ist und vom Staat nicht kontrolliert wird. Bezeichnenderweise hat sie seit einigen Jahren aufgehört, die Menge der ausgegebenen Dollars anzugeben, so daß niemand den Umfang der umlaufenden Dollarnoten kennt, der für deren Bonität aber entscheidend ist. 
Ausführlich geht der Verfasser auch auf die Hintergründe und Zwecke für diese Eingriffe in die Währung ein. 
 
Seit der Aufgabe des Goldstandards haben die USA offenbar beschlossen, ihre immensen Schulden im Ausland nicht mehr echt zu bezahlen, sondern durch im Grunde schon jahrelang wertlose Dollars zu begleichen, die in unvorstellbaren Mengen gedruckt wurden. Mit diesem nicht mehr gedeckten US-Geld würden seit einiger Zeit weltweit echte Werte wie Immobilien und Industrien aufgekauft. Die USA seien im Grunde schon längst bankrott: Die Deckung ihrer Währung sei die Drohung mit ›Hiroshima‹ und mit dem Einsatz von Interkontinental-Raketen. Allein dadurch hätte Washington insbesondere Japan und China bisher davon abhalten können, daß diese Länder ihre großen Dollarvorräte präsentieren, wodurch die USA sofort zahlungsunfähig würden.
 
Im abschließenden Teil seines Buches bietet der Verfasser eine ganzheitliche, organische Wirtschafts- und Währungsordnung als Alternative zum herrschenden kapitalistischen System an. Dazu greift er auf Gedanken von Othmar Spann und Hjalmar Schacht zurück, auf bilaterale Wirtschaftsströme und regionale Entwicklungen, auf die Kritik des Zinses und die Möglichkeiten genossenschaftlicher Zusammenschlüsse.  Eine auf Stabilität ausgerichtete Wirtschafts- und Geldpolitik für volklich begründete Solidargemeinschaften solle eingeführt werden. Ein Wachstum solle nur in dem durch eine echte Wertschöpfung gedeckten Ausmaß möglich gemacht werden. 

Über den Autor:

GERHOCH REISEGGER, Jahrgang 1941, ist selbständiger Unternehmensberater, zuvor Geschäftsführer eines Informatik-Unternehmens. Studium der Physik an der TU Wien; langjährige Auslandstätigkeit in der Informatik-Branche. Seit Jahren publizistische und Vortragstätigkeit zu wirtschafts- und geopolitischen Themen. Publikationen: Wir werden schamlos irregeführt! Vom 11. September zum Irak-Krieg (2002, 3/2004), 11. September. Die Bildbeweise (2003, 2/2004), Weg mit den Benesch-Dekreten! (2004).

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