Fichtel, Konrad: Roms Kreuzzüge gegen Germanien

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1200 Jahre Grausamkeiten, Ausplünderung und Überfremdung

352 Seiten
Klappenbroschur
125 z.T. farbige Abbildungen
ISBN-13: 978-3-87847-209-4

Kurztext:

1200 Jahre Ausplünderung und Überfremdung – Roms Ausgriff nach dem Norden. Fichtel unterzieht die antiken Quellen einer Neuinterpretation und zeichnet die Chronik eines Jahrhunderte währenden Verbrechens an der germanischen Welt nach. Ein Buch, das unter die Haut geht!

Langtext:


Das römische Reich wird meist einseitig als Ordnungsmacht und Kulturbringer angesehen, wobei die unmenschliche Rückseite dieser Gesellschaft übergangen wird: die Ausplünderung der Provinzen, die Rechtlosigkeit der Millionen Versklavter, die Hekatomben an Todesopfern bei den Raubzügen.

Diese Buch beschreibt im Gegensatz zu den oft auch aus römischer Sicht verfaßten Darstellungen des germanischen Freiheitskampfes unter Arminius das grausame Vorgehen der Römer, ihre Ausmordung weiter Landstriche, ihren Völkermord an ganzen Stämmen und die Versklavung der Gefangenen. Dazu wird das allgemeine Bild der auf barbarischer Unterdrückung der eroberten Länder begründeten römischen Gesellschaft gezeichnet, die sich am unmenschlichen Abschlachten Tausender in den Arenen ergötzte.

Während unter dem Cherusker die freien Germanen in jahrzehntelangen Verteidigungskämpfen die Angriffe der Römer abwehren und ihre Eigenart bewahren konnten, unterlagen sie knapp ein Jahrtausend später dem inzwischen mit römischem Ungeist und römischer Unduldsamkeit wie Grausamkeit verbundenen, vor allem von den Franken verbreiteten Christentum. Mit Feuer und Schwert wurde zunächst die germanische Freiheit vernichtet und eine gründliche Umerziehung durchgeführt, die Auswirkungen bis heute hat, wenn auch sich immer wieder Widerstand erhob und allmählich germanische Kultur und deren Geist sich in Mitteleuropa durchsetzten. – Eine notwendige Richtigstellung und Ergänzung zur frühen deutschen Geschichte.

Klappentext:

Auf dem Höhepunkt seiner Macht mußte sich das römische Weltreich dank des germanischen Befreiungskampfes unter Arminius dem Cherusker aus dem zur Eroberung vorgesehenen Gebiet östlich des Rheines zurückziehen. Im Gegensatz zu dem von Cäsar ausgemordeten Gallien konnten die Germanen die mit großer Brutalität vorgehenden Römer abwehren, ihre Eigenart bewahren und damit die Voraussetzungen zu dem späteren deutschen Kaiserreich legen.

Bei den Darstellungen dieser Auseinandersetzungen – besonders bei den neueren – werden die Germanen oft als Barbaren und ›Meuterer‹, die Römer als friedbringende Ordnungsmacht und Kulturbringer beschrieben. Dieses Buch zeigt auf, daß es eher umgekehrt war, wenn man mit Kultur auch Recht und Gesittung, Freiheit und Menschlichkeit verbindet. Denn die Römer eroberten in Angriffskriegen Provinzen, um sie skrupellos auszubeuten, die Bewohner zu versklaven und unmenschlich zu unterdrücken. Bei Widerstand wurden ganze Landstriche ausgemordet, wurde ohne Bedenken Völkermord betrieben, etwa in Gallien oder bei mehreren Einfällen des Germanicus in das rechtsrheinische Land. Daß es in Germanien nicht für längere Zeit zu diesen Zuständen kam, ist nur der Persönlichkeit des großen Cheruskers zu verdanken, der durch sien zeitweise Einigung der germanischen Stämme verhinderte, daß das Gebiet zwischen Rhein und Elbe römische Provinz wurde.

Der Verfasser zeigt im ersten Teil die skrupellose Grausamkeit der Römer bei ihren Bestrebungen auf, das germanische Land zu erobern. Es wurden weder Frauen noch Kinder geschont, und die Gefangenen traf das harte Los der Sklaverei. Statt Befriedung wurde die Friedhofsruhe gebracht, wohin die römischen Legionen kamen.

Anschließend begründet er diese römische Brutalität aus dem allgemeinen menschenverachtenden Geist der römischen Gesellschaft, die auf der unmenschlichen Ausbeutung großer Sklavenheere beruhte und sich in den großen Arenen an der widerlichsten Massenabschlachtung großer Mengen von Gefangenen und Gladiatoren wie von Tieren ergötzte. Von Kultur kann hier wirklich nicht mehr die Rede sein. Selbst die römischen Schriftsteller rühmen im Gegensatz dazu die damalige hohe Kultur und Gesittung der Germanen.

Jahrhunderte später fand wieder ein Kreuzzug Roms gegen das noch freie Germanien statt, als nach Christianisierung der Franken diese in jahrzehntelangen Kämpfen die rechtsrheinischen Stämme der Alemannen, Bayern und Sachsen mit großer Brutalität unterwarfen und ihnen gewaltsam das inzwischen mit römischen Ungeist und römischer Intoleranz versehene Christentum aufzwangen, das mit Feuer und Schwert durchgesetzt wurde, für längere Zeit Freiheit und Duldsamkeit aufhob und zu immer stärkerer Unterdrückung früher freier Volksschichten führte. Jeder Widerstand gegen diese Umerziehung und dieses fremde System wurde lange mit großer Grausamkeit unterdrückt, bis Reformation und Neuzeit Rückkehr zu alten Freiheiten und weiteren Durchbruch zur eigenen Kultur brachten. Damit liegt in diesem Buch eine bisher fehlende Revision und Ergänzung zur frühen deutschen Geschichte vor.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 9

2. Der Kampf um Germanien – Das Imperium schlägt zu 10

Der erste dreißigjährige Krieg gegen Europas Mitte 15
Die Kelten werden ausgelöscht 16
Erste Kriege in Germanien 19
Der Kampf um die Freiheit beginnt – Die Stunde des Cheruskers 22
Cäsars Gallischer Krieg oder: die Bekenntnisse eines Kriegsverbrechers 28
Die Hermannsschlacht – eine europäische Schicksalsstunde 32
Der Tacitus-Bericht 32
Der Bericht des Florus 37
Der Bericht des Velleius Paterculus 38
Der Bericht des Frontin 39
Der phantastische Zug 40

3. Der Weg ins Verderben 46
Zum Auftakt Massaker oder: alle Legionäre sind Mörder 47
Das Jahr 15 n. u. Z. – Wieder kommen die Mörder – oder: ›wiederum Varus‹ 51
Die Legionen im Sumpf 58
Die ertrinkenden Legionen 63
Der alternative Heeresbericht – wiederum Varus 65
Trotz aller Masse - Rom verliert erneut 67
Die Weltmacht scheitert oder: die unbekannte Schlacht 78
Die Schlacht am Angrivarierdamm – Noch einmal werden die Römer gerettet 80
Tiberius der Kluge beendet die Aggression 87
Der Triumphzug – eine Schande! 89
Der lange Weg bis Adrianopel 91
Die Goten und die Entscheidung 94

4. Rom am Ende seiner Zeit 97

5. Byzanz – Rom lebte noch 1000 Jahre länger 105

6. Hermannsschlacht und Germanenkriege in Vergangenheit und Gegenwart 110

Theodor Mommsen – Ein Limes-Deutscher 110
Kalkriese – eine Legende wird gezimmert 115
Erheiterndes aus Kalkriese oder: Varus und der Froschlöffel 121
Der Limes-Deutsche – Wesen und Ideologie 123
Neudeutsche Abrechnung mit dem Cherusker 127

7. Rom – eine Kulturschande oder: im Zeichen der Peitsche 136
Der Peitsche erster Teil – die Erziehung 138
Grausamkeit, Sadismus, Perversion – Das alltägliche Rom 140
Der Peitsche zweiter Teil – Die Behandlung der Feinde und der Unterlegenen oder: summo gaudio plebis 141
Der Peitsche dritter Teil – die Sklaverei 158
Der Peitsche vierter Teil – das Strafrecht oder: an das Kreuz! 185
Der Peitsche fünfter Teil – die Arena, die absolute Scheußlichkeit 190

8. Verordnetes Römerbild der Deutschen 209
Deutsche Geschichte römischer Art – Römische Geschichte an den weiterführenden Schulen 209
Der Varus-Kurier – Roms verspätete Propagandaschrift 212
Eine Walt-Disney Ausstellung der Romverehrer – Römer zwischen Alpen und Nordmeer 220
Germanen in der neueren deutschen Literatur 229
Licht im Dunkel der wissenschaftlichen Nacht 235

9. Römisch-christliches ›Erbe‹ aus deutscher Sicht 237
Wie wurden die Germanen mit dem römisch-christlichen Erbe gesegnet? 248
Die Antwort des Nordens – der Wikingersturm 288
Die Vernichtung des heidnischen Wissens, des Schrifttums, der heiligen Stätten und die Zerstörung des Brauchtums 290
Die milden Gaben des Christentums – Römisches Recht, Folter und Frauenfeindlichkeit 299
Vernichtung des germanischen Bodenrechtes und der Sozialordnung 304

10. Deutsche Geschichtsschreibung ist Geschichtsfälschung 320
Imperium und Reich 321
Deutsche Geschichtsschreibung ist Geschichtsfälschung mit Tradition und System 327
Die ehrenwerte Gesellschaft der Menschheitsverbrecher 332
Hernan Cortéz – Die Seele des Indios auslöschen 335

11. Zusammenfassung 337
Der Kampf um das Wesen 344

Über den Autor:

KONRAD FICHTEL, Dr., geb. 1933 auf einem Allgäuer Bauernhof. Starke Prägung durch heidnisches Brauchtum im christlichen Gewand und althergebrachte elterliche Einstellung zu Hof, Arbeit und Sitte. Studium der Chemie beim nachmaligen Nobelpreisträger Prof. E. O. Fischer. Danach erfolgreiche Forschungstätigkeit in der Industrie und beim Staat mit Schwerpunkt Umweltschutz. Daneben umfangreiches Studium zur irischen Megalithkultur und zur Deutschen Geschichte mit kritischer Haltung zur offiziellen Geschichtslehre.

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