Diwald, Hellmut (Hg.): Warum so bedrückt?

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Deutschland hat Zukunft

224 Seiten
gebunden
Sonderpreis, früher € 16.36
ISBN-13: 978-3-89180-034-8


Kurztext:

Der in Mitteldeutschland und Osteuropa erfolgte epochale Umbruch wurde nicht zur geistigen und kulturellen Erneuerung genutzt. Wieder einmal stand das Materielle allein im Vordergrund. In diesem Bereich gäbe es auch im Westen der Republik vieles in Lot zu bringen. Was nützt Wohlstand angesichts geistiger Bedürfnislosigkeit und kultureller Verarmung?

Langtext:

Die vor mehr als einem Jahrzehnt angekündigte Wende in der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht verwirklicht. Mittlerweile sind in Mitteldeutschland und in Osteuropa epochale Umstürze erfolgt, die deutsche Teilvereinigung wurde – zur Überraschung der Politiker – durch Volkes Wille erreicht.

Nicht genutzt wurde dieser Umbruch zur geistigen und kulturellen Erneuerung. Wieder einmal stand das Materielle allein im Vordergrund, wurde über Markt und Währung gesprochen. Im ersteren Bereich gäbe es auch im deutschen Westen vieles ins Lot zu bringen. Was nützt Wohlstand angesichts geistiger Bedürfnislosigkeit und kultureller Verarmung?

Richard W. Eichler hat die Kunst stets im Zusammenhang aller kulturellen Faktoren gesehen, die Kultur wiederum abhängig vom Schicksal unseres Volkes und Europas. Er darf sich darin begleitet sehen von Geistesverwandten aus anderen Bereichen der Wissenschaft. In diesem Band nehmen unabhängige Persönlichkeiten zu aktuellen deutschen Problemen Stellung. Gemeinsam ist ihnen die klare Sprache und das freimütige Einstehen für die als richtig erkannten Standpunkte.

Damit die Nachkriegszeit nicht nur politisch, sondern auch in den Gehirnen zu Ende gehe, beziehen sie Stellung mit geistiger Souveränität: Eingebürgerte schlechte Gewohnheiten und Leerformeln sollen aufgegeben werden, damit wir die Anforderungen von Gegenwart und Zukunft bewältigen.

Mit dieser Festgabe würdigen sie den Schriftsteller Richard W. Eichler, der nach dem Grundsatz vom Wahren, Guten und Schönen für eine die Menschen bereichernde Kunst eintritt.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort des Herausgebers 7
Prof. Otfried Preußler
Verlorene Jahre?
Zehn Semester hinter sowjetischem Stacheldraht 9

Verschränkungen der Kultur

Prof. Dr. Hellmut Diwald
Im Fadenkreuz von Geschichte und Wissenschaft, Glaube und Vernunft 19
Prof. Dr. Otto Kimminich
Das Recht als Produkt und Bestandteil der Kultur 39
Dr. Alfred Schickel
Der Untergang der Weimarer Republik
Eine zeitgeschichtliche Erinnerung 57
Prof. Dr. Karl Steinbuch
Die Irrtümer der Zeit 79
Prof. Dr. Herwig Schopper
Keine menschenwürdige Zukunft ohne Technik 97
Generalleutnant a. D. Dr. Franz Uhle-Wettler
Die Sicherheitslage Deutschlands nach dem Ende der Blöcke 107

Die Künste im besonderen

Dr. Walter Becher
Die Kunst als Urgabe des Menschen
Ein Beitrag zur Kunstphilosophie Othmar Spanns 123
Prof. Dr. Gerd Wolandt
Ästhetik und Kunst zwischen Idee und Wirklichkeit Unsere Ansprüche an die Kunst 131
Präsident Karl Günther Stempel
Die Wirkung des Schaffens von Richard W. Eichler 159
Prof. Richard W. Eichler
Kultur ohne Vornehmheit?
Überlegungen zum Einfluß der Kunstwerke auf Leben, Geist und Gemüt 175
Verleger Wigbert Grabert
Freies Wort - aufrechter Gang
Der Verleger seinem Autor zum Siebzigsten 209
Lebensdaten und Bibliographie Richard W. Eichler 213
Die Verfasser der Beiträge 219

Über den Autor:

HELLMUT DIWALDs Geburtsort ist Schattau, ein kleiner Ort in Südmähren in der Nähe von Znaim. Südmähren schließt sich im Norden an Niederösterreich an und war bis 1945 Teil des Sudetenlandes. Noch in seinem Geburtsjahr siedelte die Familie nach Prag über, wo er die Volksschule und später das Gymnasium besuchte. 1940 zog die Familie nach Nürnberg. Hier erlebte Hellmut Diwald das Kriegsende mit all seinen Schrecken und Zerstörungen. 1948 beendete er in Nürnberg seine Schulzeit mit dem Abitur. Zwei Jahre später schloß er ein Studium der Ingenieurwissenschaften mit dem Examen als Maschinenbau-Ingenieur ab.
Da ihm die Technik auf lange Sicht nicht genügte, studierte er anschließend in Hamburg und Erlangen Philosophie und Geschichte und promovierte 1953 in Erlangen mit einer Dissertation zum Thema »Untersuchungen zum Geschichtsrealismus im 19. Jahrhundert« bei Hans-Joachim Schoeps. 1958 erwarb er seine Habilitation. Seit 1965 lehrte er an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen Mittlere und Neuere Geschichte.
Neben seiner Lehrtätigkeit war er erfolgreicher Autor einer Vielzahl historischer Werke und Zeitschriftenaufsätze. Er starb am 26. Mai 1993 in Würzburg.

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