Pemsel, Richard: Hitler

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Revolutionär – Staatsmann – Verbrecher?

650 Seiten
gebunden
Sonderpreis, früher € 20.30
ISBN-13: 978-3-87847-083-0


Kurztext:

Ausgehend von einer ausführlichen Bewertung des Nürnberger Prozesses, untersucht Pemsel die einzelnen Phasen des Dritten Reiches und zeigt auf, daß nicht von vornherein »ein Weg ohne Entwicklungen und Alternativen« vorlag, sondern daß eine sehr dynamische Entwicklung ablief, bei der die Umstände oft stärker waren als der Wille der Handelnden.

Langtext:

Stellte das Dritte Reich wirklich eine von vornherein festgelegte Entwicklung dar, und hat Hitler von allem Anfang an auf den Krieg und die »Endlösung« hingewirkt?

Nach ausführlichem Quellenstudium hat sich der Verfasser bemüht, eine sehr differenzierte Beschreibung zu geben und die höchst verwickelten Zusammenhänge aufzuzeigen. Ausgehend von einer ausführlichen Bewertung des Nürnberger Prozesses mit Darstellung auch der zahlreichen Rechtsverletzungen beim Zustandekommen und in der Praxis dieses einmaligen Siegertribunals untersucht der Verfasser die einzelnen Phasen des Dritten Reiches: die revisionistische von 1933–1938, die imperialistische von 1939–1941, die unentschiedene des Rußlandfeldzuges und die anschließende belastende Phase, in der zwar nicht vorprogrammiert, wohl aber aus einer - selbstverschuldeten - Notsituation Verbrechen erwachsen sind. Das »Trauma von Versailles« erweist sich als bestimmendes Grunderlebnis für eine Generation, dessen Vernachlässigung jeden sinnvollen Zugang zur Geschichte unseres Jahrhunderts blockiert. Mit größtmöglicher Objektivität wird jenseits von Verteufelung und Verherrlichung das Geschehen in seinen vielfältigen Verwicklungen und Wechselwirkungen verständlich gemacht und damit aufgezeigt, daß nicht von vornherein ein »Weg ohne Entwicklung und Alternativen« vorlag, sondern daß im Gegenteil eine sehr dynamische Entwicklung ablief, bei der auch die Umstände oft stärker waren als der Wille der Handelnden, daß selbst Hitler oft mehr ein Getriebener als ein Treiber war, selbst bei so kritischen und folgeschweren Fragen wie der »Endlösung«.

Ein wertvoller Beitrag zur Revision in der Zeitgeschichte!

Klappentext:

Zunehmend weisen Zeitgeschichtler darauf hin, daß die bisherigen Darstellungen des Dritten Reiches meist - bewußt oder unbewußt - einseitig verzerrt sind und dem komplexen Geschehen der damaligen Zeit nicht gerecht werden. Nach ausführlichem Quellenstudium, wovon der umfangreiche Dokumentenanhang zeugt, hat sich der Verfasser bemüht, eine sehr differenzierte Beschreibung zu geben und die verwickelten Zusammenhänge des für Deutschland und Europa so tragischen Geschehens aufzuzeigen.

Ausgehend von einer ausführlichen Bewertung des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses mit Darstellung auch der zahlreichen Rechtsverletzungen beim Zustandekommen und in der Praxis dieses einmaligen Siegertribunals untersucht der Verfasser die einzelnen Phasen des Dritten Reiches: die revisionistische von 1933-1938, die imperialistische von 1939-1941, die unentschiedene des Rußlandfeldzuges und die anschließende belastete Phase, in der zwar nicht vorprogrammiert, wohl aber aus einer - selbstverschuldeten - Notsituation Verbrechen erwachsen sind. Das »Trauma von Versailles« erweist sich als bestimmendes Grunderlebnis für eine Generation, dessen Vernachlässigung jeden sinnvollen Zugang zur Geschichte unseres Jahrhunderts blockiert. Mit größtmöglicher Objektivität wird jenseits von Verteufelung und Verherrlichung das Geschehen in seinen vielfältigen Verwicklungen und Wechselwirkungen verständlich gemacht und damit aufgezeigt, daß nicht von vornherein ein »Weg ohne Entwicklung und Alternativen« vorlag, sondern daß im Gegenteil eine sehr dynamische Entwicklung ablief, bei der auch die Umstände oft stärker waren als der Willen der Handelnden, daß selbst Hitler oft mehr ein Getriebener als ein Treiber war, selbst bei so kritischen und folgenschweren Fragen wie der »Endlösung«.

Zur langsam fällig werdenden Revision in der Zeitgeschichte wird hier ein wertvoller Beitrag geleistet.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 11

I. Kapitel: Der Verlust der Mitte im Nationalbewußtsein der Deutschen 15
1. Was ist Geschichte? 15
2. Zur Darstellung der Zeitgeschichte in der Bundesrepublik 23
3. Fixierung auf Hitler - Politisierung der Zeitgeschichte 28
4. Noch immer fehlender zeitlicher Abstand? 33

II. Kapitel: »Nürnberg« - Fortwirken eines Mißverständnisses der Historie 39
1. Prozeßflut nach dem Zweiten Weltkrieg 39
2. Die späte Rückführung der deutschen Akten 44
3. Ein frühzeitig durchschaubarer Hitler? 48

III. Kapitel: »Nürnberg« als Rechtsverfahren 61
1. Entscheidend ist das Gesetz, nicht die Prozeßführung 61
2. Verletzte Rechtsgrundsätze 65
3. Wie der Nürnberger Prozeß entstand 73
4. Nochmals: Mißachtete Rechtsgrundsätze 79

IV. Kapitel: Indiskretionen aus dem Beratungszimmer 91
1. Die acht Richter als Persönlichkeiten - Zur Gerichtsorganisation 91
2. Der Einfluß der Zeitsituation 97
3. Das Zustandekommen der Urteile über die Einzelpersonen 113
Hermann Göring 114
Rudolf Heß 118
Joachim von Ribbentrop 122
Wilhelm Keitel 124
Ernst Kaltenbrunner 125
Alfred Rosenberg 126
Hans Frank 127
Wilhelm Frick 129
Julius Streicher 130
Walther Funk 133
Fritz Sauckel 134
Alfred Jodl 135
Arthur Seyß-Inquart 142
Albert Speer 144
Constantin von Neurath 147
Martin Bormann 149
Baldur von Schirach 150
Erich Raeder 153
Karl Dönitz 156
Hjalmar Schacht 159
Franz von Papen 163
Hans Fritzsche 166

V. Kapitel: Ein Urteil über das Urteil 169

VI. Kapitel: Hitler, ein Weg ohne Entwicklung und Alternativen? 173
1. Beschränkte Verhältnisse 173
2. Rückschläge in der »Kampfzeit« 177
3. Der Kanzler der ersten Phase (1933-1938) 188
4. Das Gestaltungserlebnis des Westfeldzuges 195
5. Die Kluft zwischen Gedanken und der Tat 204

VII. Kapitel: »Versailles« in Kurzform - Die vier Phasen des Dritten Reiches 209
1. Das Trauma einer Generation: der Vertrag von Versailles 209
2. Die Tat und ihre Motive 222
3. Die vier Phasen des Dritten Reiches 227

VIII. Kapitel: Die revisionistische Phase des Dritten Reiches (1933-1938) 229
- Rechtspositionen des deutschen Staates -
1. Die Bedeutung des Erbes von Versailles für
a) Deutschland 229
b) die Tschechoslowakei 231
c) Polen 236
d) Polens Expansionsdrang nach dem Ersten Weltkrieg (die sowjetische Säuberungsaktion von 1937-Katyn) 238
e) Großbritannien 252
f) Frankreich 254
g) Belgien, Italien, Sowjetunion, USA, Japan 257
2. Das Ausmaß der Chancen zur durchgreifenden Revision von Versailles 259
3. Die »Vorfeld-Position« in der Politik 263
4. »Nürnberg« und die deutsche Außenpolitik 265
5. Die »Besitzergreifung Österreichs« 266

IX. Kapitel: Die imperialistische Phase des Dritten Reiches (1939-1941) 289
1. Das Protektorat Böhmen und Mähren 289
2. Das Memelland 296
3. Der Komplex Polen 297
4. Großbritannien und der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 318
5. Die verschiedene Wertigkeit von Hitlers Feldzügen 340
6. Die »Historische Vier-Punkt-Analyse« 351
7. Der deutsche »Angriffskrieg« gegen die USA 355

X. Kapitel: Die unentschiedene Frage des Rußlandfeldzuges (22. Juni 1941) 365
1. Ideologie oder Realpolitik? 365
2. Molotow in Berlin 374
3. Die Situation Stalins im Falle eines deutschen Sieges über oder eines Friedens mit England 388
4. Daten und ein Fazit 392

XI. Kapitel: Die belastete Phase des Dritten Reiches (Sommer 1941 / Frühjahr 1942) 399
1. Entstehung und Beginn der »Endlösung« 399
2. Die Entwicklung von der »Machtübernahme« bis zur »Endlösung« 420

XII. Kapitel: Was hat das deutsche Volk gewußt? 443

XIII. Kapitel: Unpathetische Betrachtung einer Epoche 465

XIV. Kapitel: Verbrechen auf der anderen Seite Friedenschancen? 471

ANHANG

Anhang A 479
Zeitungs-Spiegel 1932 481
Zeitungs-Spiegel 1933 523

Anhang B 535

1. Die 14 Punkte Wilsons (Kongreßbotschaft vom 8. Januar 1918) 535
2. Die 25 Punkte der NSDAP (Parteiprogramm, verkündet am 24. Febr. 1920 im Festsaal des Hofbräuhauses in München) 539
3. Satzung des »Nationalsozialistischen Deutschen Arbeitervereins e.V.« (verfaßt aus Anlaß der Wiederbegründung der Partei am 27. Febr. 1925 im Bürgerbräukeller in München) 543
4. Die Einigungsformel in Genf vom 11 549
5. Die »Nürnberger Gesetze« vom 15. Sept. 1935 551
a) Reichsflaggengesetz (RGBI.1, S. 1145) 551
b) Reichsbürgergesetz (RGBI. I, S. 1146) 552
c) Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre (RGBI.1, S. 1146) 552
6. Die deutsch-sowjetischen Geheimprotokolle vom 23. August und 28. September 1939 im deutschen und im russischen Wortlaut 554
7. Der »Kommissarsbefehl« vom 6. Juni 1941. 574
8. Stalins Befehl vom 3. Juli 1941 577
9. Aus dem »Wannsee-Protokoll« 578
10. Kommandobefehl vom 18. 10. 1942 (Erlaß über die Vernichtung von Terror- und Sabotagetrupps) 580
11. Amtliche Verlautbarung über die Konferenz von Potsdam (2. August 1945)-Auszug 582
12. Das Statut für den Internationalen Militärgerichtshof (Londoner Statut vom 8. August 1945) 586

Anhang C 599
1. Anmerkungen 599
2. Quellen-Nachweis zum Anhang A und B 623
3. Literaturverzeichnis 624
4. Personenverzeichnis 636
5. Sachverzeichnis 643

Über den Autor:

RICHARD PEMSEL, geb. 1925. Geschichts- und Sportstudium. Kriegsdienst. Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft Studium der Rechtswissenschaften in Regensburg und Erlangen. Seit 1954 freier Rechtsanwalt in Hersbruck. Ausführliche Beschäftigung mit Zeitgeschichte und Geschichtsphilosophie. Zahlreiche Vorträge und Aufsätze in Fachzeitschriften.

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