Amtmann, Rolf: Die Ganzheit in der europäischen Philosophie

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Von Platon bis Spann

440 Seiten
gebunden
Sonderpreis! Unser bisheriger Preis: € 34.75
ISBN-13: 978-3-87847-109-7


Kurztext:

Der europäische Geist in der Philosophie hat schon immer um die letzten Fragen gerungen, Gegensätze wie die von Körper und Seele oder von Materie und Geist haben oft in Sackgassen geführt. Der Autor zeigt, wie in der modernen Ganzheitslehre eine Lösung gefunden wurde.

Langtext:

Die europäische Philosophie hat seit den Zeiten der Vorsokratiker beim Ringen um die letzten Fragen sich in Gegensätzen wie die von Körper und Seele, von Materie und Geist, von Materialismus und Idealismus bewegt. Erst die moderne Ganzheitslehre konnte zu den befriedigenden Antworten gelangen. Der Verfasser, mit Othmar Spann persönlich eng verbunden gewesen, stellt hier die Entwicklung des abendländischen Denkens seit den frühen Griechen bis in unsere Zeit unter dem Gesichtspunkt der Ganzheit dar, wobei er naturgemäß das Schwergewicht auf den deutschen Idealismus legt. In einer umfassenden Schau werden so die Stufen der menschlichen Erkenntnis mit vielen Zitaten ihrer schöpferischen Geister dargelegt. Dabei wird auch der jeweiligen Zeitbezogenheit Rechnung getragen und hervorgehoben, wie die Gewinnung neuer Wahrheiten häufig durch die bedauerliche Vernachlässigung alter Grundkenntnisse erkauft wurde.

Klappentext:

»Die der Zeit nach letzte Philosophie ist das Resultat aller vorhergehenden Philosophien und muß daher die Prinzipien aller enthalten; sie ist darum, wenn sie anders Philosophie ist, die entfaltetste, reichste, konkreteste.« (Hegel) Der Verfasser hatte, nachdem er sich schon in seiner Studienzeit eingehend der Philosophie gewidmet hatte, das einmalige Glück, in einer solchen Philosophie aufzuwachsen, nämlich in der aus einem neuschöpferischen Denken sich entfaltenden Ganzheitslehre Othmar Spanns, in dessen gastlichem Landhause er durch ein Jahrzehnt auf seinen Dienstreisen freundlich aufgenommen worden ist. Diese entscheidenden Grundlagen hat er sodann nach Gründung eines philosophischen Arbeitskreises in Klagenfurt durch dessen Leitung mehrere Jahrzehnte hindurch ausgebaut.

Er war daher in der seltenen Lage darzulegen, wie die Philosophie der Neuzeit, die weitgehend dem Geiste der heutigen Welt das Gepräge gibt, von außen sich nach innen vertieft und so zur wahren Philosophie des »Deutschen Idealismus« gefunden hat, in welcher die Ganzheitslehre zuinnerst verwurzelt ist. Wie kaum eine andere Darstellung der Philosophiegeschichte vermochte der Verfasser aufzuzeigen, wie »neue« Wahrheiten häufig erst durch teilweises Zurücktreten alter philosophischen Grunderkenntnisse »erkauft« worden sind, weil bedeutende, aber eingebungsschwache Philosophen das neu Heraufkommende mit dem Altbewährten nicht auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen vermochten. Er hat sehr einsichtig nachgewiesen, daß so einflußreiche, die Geschichte der Philosophie befruchtende und vorwärtstreibende Geister wie Descartes, Spinoza, Leibniz oder Kant ihre bedeutenden »Neu-Erkenntnisse« mit einem oft hohen Preis der Zurückdrängung uralter Weisheiten bezahlen mußten, eben damit aber der Philosophie eine zukunftsverheißende Geschichte verleihen konnten.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 9
Einleitung 11

Erstes Kapitel: Sinn und Unsinn
A. Schicksal und Freiheit in Welt und Überwelt 19
1. Die Vorsokratiker 26
2. Platon 41
B. Erfahren und Verfahren. Der kritische Empirismus 47
1. Bacon 49
2. Hobbes 59
C. Das Ich und seine Vorstellung. Vom klassischen zum skeptischen Empirismus 67
1. Locke 67
2. Hume 74

Zweites Kapitel: Sinn und Zweifel
A. Das Ich als Koordinatenkreuz. Cogito, ergo sum 85
1. Descartes 86
2. Vorausblick auf Fichte 91
B. Natur als Widerpart des Geistes. Extensio – Cogitatio 106
1. Der Cartesianismus 107
2. Der Okkasionalismus 122
C. Gotteslehre ohne Gottesehre. Modi und Monaden 131
1. Spinoza 131
2. Leibniz 142

Drittes Kapitel: Sinn und Leben
A. Die Selbstsetzungsmacht des Geistes. Geistesursprünglichkeit und Erscheinungswelt 171
1. Kant 171
a. Die Kritik der reinen (theoretischen) Vernunft 174
b. Die Kritk der praktischen Vernunft 182
c. Die Kritik der Urteilskraft 193
2. Fichte 204
a. Denken als Tathandlung 204
b. Die Selbstsetzung 211 c. Das Ich und das Nicht-Ich 219
d. Das tätige Nicht-Ich 228
e. Das theoretische und das praktische Ich 235
B. Es ist alles belebt und beseelt. Die Analogia Entis 243
1. Schelling 243
a. Naturgeistigkeit 244
b. »Über die Weltseele« 249
c. Der transzendentale Idealismus 257
d. Die Identitätslehre 262
e. Die Weltalter 267
2. Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Ein Wegbereiter der Ganzheitslehre 291
a. Durch Zweifel zur Verzweiflung 296
b. Vom Selbstbewußtsein zur absoluten Idee 301
c. Logik 310
d. Das Wesen 316
e. Der Begriff 323
C. Alles besteht nur als Glied des Ganzen 328
1. Neuere Ganzheitsauffassungen von Natur und Geist 328
a. Der Neovitalismus 328
b. Ganzheitliche Ansätze in der modernen Psychologie 340
c. Von der Gestaltqualität zur Ganzheitspsychologie 348
d. Die Lehren vom Unbewußten 352
e. Vom mystischen Seelenkern 360
2. Die Ganzheitslehre Othmar Spanns 363
a. Ausgliederung 366
b. Umgliederung 380
c. Rückverbundenheit 384
d. Sein ist Schaffen aus Geschaffenwerden 395
e. Der Schöpfungsgang des Geistes 398
f. Naturphilosophie 404
g. Logik 409

Abschluß und Ausblick 416

Anmerkungen 418

Personenverzeichnis 437


Über den Autor:

ROLF AMTMANN, Dr. geb. 1908 in Raibl bei Tarvis, Kärnten gestorben 1992. Seit 1936 im bergbaulichen Dienst. Seit 1952 Leiter des philosophischen Arbeitskreises Klagenfurt (bis 1988). Zahlreiche Veröffentlichungen in der Zeitschrift für Ganzheitsforschung, Wien. Mehrere Nachworte zu den Gesamtwerken Othmar Spanns und Aufsätze für den Schlußband. Veröffentlichungen: Brauchtum und Mythos, 1986, Die Ganzheit in der europäischen Philosophie, Sinnbild und Seinsbild, 1990.

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