Eichler, Richard W.: Baukultur gegen Formzerstörung

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Für eine menschenfreundliche Architektur

464 Seiten
51 Abbildungen
Leinen
Sonderpreis! Unser bisheriger Preis: € 25.45
ISBN-13: 978-3-87847-182-0


Kurztext:

Dies ist ein Buch nicht nur für Bauherren und Architekten, sondern für alle an der Kultur Interessierten. Es setzt sich für eine menschenfreundliche Architektur ein.

Langtext:

Dies ist ein Buch nicht nur für Bauherren und Architekten, sondern für alle an der Kultur Interessierten. Wir alle erfreuen uns an zeitlos schönen Bauwerken, Städten und Landschaften. Damit jedoch nicht nur das Historische gefällt, sollten auch heute Bauherren hohe Maßstäbe setzen. Sie verletzen jedoch als anpasserische Modernisten häufig durch Ausgefallenes, Gigantomanie und Protzerei zeitlose Baukultur und Ästhetik und erweisen sich rücksichtslos gegenüber gewachsener Nachbarschaft und natürlicher Umwelt. Ein Rathaus sollte sich vom Zuchthaus, eine Kirche vom Gasometer und ein Theater vom Schwimmbad unterscheiden.

Der durch seine kritischen Bücher zur Gegenwartskunst bekannte Verfasser beurteilt auf dem Hintergrund der geschichtlichen Umstände die deutsche Nachkriegsarchitektur, klagt die vielen Bausünden bis zur Gegenwart an und zeigt aber auch vorbildliche Verwirklichungen auf. In umfassender Weise entsteht so ein Oberblick über das Bauwesen in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts. Modische und ideologische Verirrungen werden an den Pranger gestellt, Vernachlässigungen der historischen, landschaftlichen oder nachbarschaftlichen Zusammenhänge gegeißelt. Ein echter Eichler in seiner Aufbaukritik!

Klappentext:

Das Aussehen unserer Bauten, das Bild unserer Städte und Dörfer geht jeden von uns an. Deutschland ist schön – immer noch schön. Ströme von Touristen wollen alljährlich die Perlen unserer Baukunst bewundern: Sanssouci, Solitude, Belvedere, die Aachener Pfalzkapelle und die großen Dome, die Burgen am Rhein und in Südtirol, die Residenzen und Bauten der Patrizier; Wernigerode, Dinkelsbühl, Rothenburg ...

Ein Blick in die Vergangenheit ist auch unerläßlich, um Maßstäbe für die Gegenwart und Zukunft zu finden. Dabei erkennt man, daß in den letzten Jahrzehnten im Bauwesen schwer gesündigt wurde. Es wurde viel gebaut, an Geld fehlte und fehlt es nicht. Die Banken und Konzernzentralen, als Bauherren die Nachfolger der Feudalherren von einst, wetteifern mit ihren Hochhäusern und Glanzfassaden. Doch nur wenige dieser Machtsymbole sind Kunstwerke. Den deutschen Politikern fehlt es an Selbstbewußtsein, den Architekten an Stilsicherheit. Deutschland ist mit Tabuzonen bedacht und zum Trümmerfeld der Doktrinen und Ideologien unseres Jahrhunderts geworden. Die Opfer sind wir alle in ästhetischer, ökologischer und auch ökonomischer Hinsicht.

Der Verfasser ist durch erfolgreiche Bücher zur Kunst in unserer Zeit ausgewiesen. Er hat keinen Respekt vor den heiligen Kühen der Scheinmoderne. Er kann sich auf zahlreiche anerkannte Sachkenner berufen, die mit dem immer noch gängigen Rückgriff auf gescheiterte Moden längst unzufrieden sind. Eichlers neues Buch wird Fronten klären: Es wird die Könner ermutigen und den Zeitgeist-Mitläufern ein Ärgernis werden. Es will zur Abkehr vom Anmaßenden, Abstoßenden, Protzigen beitragen und das dem Menschen Angemessene zur Richtschnur werden lassen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorrede
BAUWERKE - UNSERE TÄGLICHE KUNSTBEGEGNUNG 7

Kapitel 1
VOM MENSCHEN AUS BETRACHTET 13
Der Seßhafte 14
Der Boden als Heimat 18
Landschaften und Gärten 23
Behaust sein und wohnen 37
Bauherr und Baumeister 47
Stadtantlitz 59
Unterwerfung 75

Kapitel 2
DER WEG DURCH DIE GESCHICHTE 77
Romanik und Gotik 77
Renaissance, Barock, Klassizismus 84
Preußischer Klassizismus 88
Das Jahrhundert stilistischer Verzweigungen 92
Deutscher Werkbund 96
Neues Bauen 105
Suche nach dem Zeitgemäßen 106
Bauten des Dritten Reiches 120
Das Wort aus Stein 125
Neuklassizismus weltweit 132
Nach der Moderne 139

Kapitel 3
DAS DEUTSCHE SONDERSCHICKSAL 147
Zerbombte Kultur 147
Sozialistisches Bauen 157
Wiederaufbau in Deutschland 167
Baudenkmalpflege 175
Deutsche Städte heute 187
Dogmen, Eigenwille, Beliebigkeit 190
Hauptstadt Berlin 199
Genius loci 209

Kapitel 4
ÜBER NUTZEN UND SCHÖNHEIT 217
Das Anmutige 219
Technik als Hand- und Kunstfertigkeit 223
Vom Stoff zur Gestalt 233
Vorherrschaft des Geldes 251
Hochhäuser 258
Wohnmaschine und Katastrophenfalle 267
Unwirtlichkeit der Bahnhöfe und Vergleichbares 269
Hütten und Paläste? 285

Kapitel 5
IDEOLOGISIERUNG DER BAUFORMEN 311
Die freien Künste 312
Gleichmacher und Verneiner 315
Hausbau statt Bauhaus 321
Das Bewußtsein des Verlustes 334
Einmal USA und zurück 338
Bauklötzchen-Spiele 349
Selbstbewußtsein 357

Kapitel 6
BAUWERKE ALS ZEUGNISSE IHRER EPOCHE 363
Antike und Europa 371
Amerikanische Beiträge 376 Verderbliche Ware 378
Mut zur Selbstdarstellung 380
Zaghaftes Herz Europas 383
Tod der Kathedrale? 388
Gehäuse für das große Vergangene 394
Megapolis 397

Kapitel 7
HOFFNUNG AUF EINE BESSERE ZUKUNFT 411
Gutes hält sich 418
Das Wesensgemäße 424
Sehvermögen 429
Der Teil spricht für das Ganze 435
Was verspricht Zukunft? 441
Verantwortung der Obrigkeit 449
Der Auftraggeber 451

QUELLENVERZEICHNIS 454

Über den Autor:

RICHARD W. EICHLER, geb. 1921 in Liebenau im Sudetenland. 1940–45 Reserveoffizier bei Kriegsmarine und Heer, verwundet, heimatvertrieben. Kunsthistoriker; Verlagslektor. Zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften. ›Könner – Künstler – Scharlatane‹, 71978; ›Der gesteuerte Kunstverfall‹, 31985; ›Die Wiederkehr des Schönen‹, 1984. Schillerpreis München 1969, Landschaftspreis 1977, Adalbert-Stifter-Medaille 1982.

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