Kannicht, Joachim: Ideologie gegen Wehrmacht-Tradition

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Wohin treibt die Bundeswehr?

344 Seiten
Klappenbroschur
80 Abbildungen
ISBN-13: 978-3-87847-219-3

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Kurztext:

Der Autor widerlegt die These, die Institution Wehrmacht könne eine Traditionspflege für die Soldaten der Bundeswehr nicht begründen. Der in der Bundeswehr entstandene Konflikt zwischen ›Reformern‹, die von Ideologen unterstützt werden, und die ›Konservativen‹, die sich gegen die pauschale Verunglimpfung der Wehrmacht wenden, wurde in den letzten Jahren von einer zunehmenden Agitation linker Kreise begleitet. Verteidigungsminister Struck (SPD) folgte ihrer Forderung, indem er dem ehemaligen Inspekteur der Luftwaffe Oberst Mölders absprach, als Namensgeber für Kaserne und Flugplatz der Bundeswehr würdig zu sein.

Langtext:

Der Autor geht der von der politischen Führung gewollten Distanzierung von der Wehrmacht nach und widerlegt die These, die Institution Wehrmacht könne eine Traditionspflege für die Soldaten der Bundeswehr nicht begründen. Der in der Bundeswehr entstandene Konflikt zwischen ›Reformern‹, die von Ideologen unterstützt werden, und ›Konservativen‹, die sich gegen die pauschale Verunglimpfung der Wehrmacht wenden, wurde in den letzten Jahren von einer zunehmenden Agitation linker Kreise begleitet. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) folgte ihrer Forderung, indem er dem ehemaligen Inspekteur der Luftwaffe Oberst Mölders, hochdekorierter Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg, absprach, als Namensgeber für Kaserne und Flugplatz der Bundeswehr würdig zu sein. Er setzte damit die Umbenennungen von Einrichtungen fort, die schon unter Minister Volker Rühe (CDU) begonnen hatten.

Klappentext:

Nach vorangegangenen Teilkapitulationen auf einzelnen Kriegsschauplätzen mußte die deutsche Wehrmacht am 8. Mai 1945 bedingungslos kapitulieren. Damit fand ein fast fünfjähriges Ringen um die Mitte Europas sein Ende. Schulter an Schulter mit Hunderttausenden Freiwilliger anderer Völker hatten Millionen deutscher Soldaten Leben und Gesundheit bis zum letzten Kriegstag eingesetzt, um Deutschland und das Abendland vor dem Bolschewismus und der amerikanischen Ausbeutung zu bewahren. Gegnerische Truppenführer wie Eisenhower oder Montgomery und angesehene ausländische Militärhistoriker wie Liddell Hart oder Fuller haben sich lobend über Geist, Disziplin und ehrenhafte Kampfführung der deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg ausgesprochen, die sich auch durch die völkerrechtswidrigen Kriegsweisen ihrer Gegner – etwa bei deren Einsatz von Partisanen in Rußland und auf dem Balkan, aber auch in Italien und Frankreich – entgegen unberechtigten Vorwürfen nicht von der geraden Linie deutschen Soldatentums abbringen ließen. Daher war es ganz natürlich, daß diese tapferen und kriegserfahrenen Soldaten, darunter viele Träger des Ritterkreuzes oder höherer Auszeichnungen, bei der Aufstellung der Bundeswehr ab 1950 den Kern der neuen Truppen bildeten. Über ihren Geist wollten die Politiker bestimmen.

Als 1950 in Himmerod ein Kreis ehemaliger Generale der Wehrmacht im Auftrag von Bundeskanzler Adenauer den Wiederaufbau eines neuen deutschen Heeres beriet, erhielten sie die Richtlinie, die neue Streitkraft solle sich von der ehemaligen Wehrmacht unterscheiden und aus innenpolitischen Gründen deren Formen und Tradition nicht übernehmen. Das Konzept der ›Inneren Führung‹ sollte diese Forderungen umsetzen helfen, doch im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus in der Bundeswehr der bis heute anhaltende Konflikt zwischen ›Reformern‹ und ›Konservativen‹, begleitet von einer zunehmenden Verleumdung der Millionen Wehrmachtsoldaten, die im Kampf für ihre Heimat Entbehrungen und Blutopfer auf sich genommen hatten. Gedenksteine für die Gefallenen des Krieges wurden von linken Chaoten geschändet, ›die Wehrmacht‹ in ihrer Gesamtheit mit Verbrechen einer Minderheit belastet und für nicht traditionswürdig erklärt. Führende Politiker(innen) der SPD und der Grünen verstiegen sich zu der Erklärung, Deserteure seien die wahren Helden, die Opfer der Wehrmachtsoldaten hingegen nicht zu würdigen, da sie einem falschen Ziel gebracht wurden.

Unter Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) begann ein ›Bildersturm‹ gegen alles, was an die Wehrmacht erinnerte, Minister Peter Struck (SPD) verfügte die Löschung des Namens von Oberst Werner Mölders, dem ehemaligen Inspekteur der Luftwaffe. Schon vorher erlitt der wegen seiner Tapferkeit beim Kampf um Narvik als erster Offizier der Wehrmacht mit dem Ritterkreuz mit Eichenlaub ausgezeichnete untadelige spätere Generaloberst Eduard Dietl dasselbe Schicksal: Die nach ihm benannte Kaserne und auf seinen Namen lautende Straßen wurden gegen heftigen Widerstand aus der Truppe wie von weiten Kreisen der Bevölkerung umbenannt. Selbst ein so legendärer Truppenführer wie Generalfeldmarschall Erwin Rommel soll nicht mehr traditionswürdig sein. In dieselbe Entwicklung gehört das Verbot für Bundeswehrangehörige, mit dem Orden der Ritterkreuzträger Verbindung zu pflegen, dessen Angehörige maßgebend zur Aufstellung der neuen Truppe beitrugen.

Inhaltsverzeichis:

Vorwort
von Gerd-H. Komossa, Generalmajor a.D. 7

Einleitung 9

Kapitel 1
Der Anfang war mit einer Hypothek belastet 13
Himmeroder Tagung: Deutsche Soldaten werden gebraucht 13
Der Primat der Politik 18
»Umsonst ist nur der Tod der Verdammten« 24
Graf Baudissins Ideen: Abschied von ›veralteten Traditionen‹ 26
Konflikt zwischen ›Reformern‹ und ›Konservativen‹ 30
Andere Länder haben keinen Schuldkomplex 34
Das Nein der SPD und in der Öffentlichkeit 39
Kampagne gegen die Reichswehr 44

Kapitel 2
Blanks Nachfolger bis 1969: Franz Josef Strauß, Kai-Uwe von Hassel, Gerhard Schröder 53
Vorsichtige Wende 53
Die Schule für Innere Führung 60
Von Hassels Traditionserlaß: Keine Diffamierung der Wehrmacht 69

Kapitel 3
Die SPD-Verteidigungsminister bis 1982: Helmut Schmidt, Georg Leber, Dr. Hans Apel 89
Schmidt und Leber: ein Herz für Soldaten 89
Apels Traditions-Diskussion im April 1981 110
Der Begriff ›Institution‹ 120
Apels Gehilfen 125
Was hält die Truppe von Tradition? 132

Kapitel 4
1982–1998: CDU-Verteidigungsminister: Manfred Wörner, Rupert Scholz, Gerhard Stoltenberg, Volker Rühe 153
Die Agitation der Linken nimmt zu 153
Angriff auf die Militärgerichtsbarkeit 159
Alle Soldaten sind Mörder 163
Aufrufe zur Kriegsdienstverweigerung 168
»Wie hältst du's mit der Wehrmacht?« 180
Der ›Bildersturm‹ beginnt 194
Diffamierung: »Verbrechen der Wehrmacht« 201 Linke Chaoten gegen Ritterkreuzträger 212
Falsche Schuldbekenntnisse von Politikern 217
Notizen zur Haager Landkriegsordnung 225

Kapitel 5
Und wieder SPD-Minister: Rudolf Scharping und Peter Struck 233
Sprüche, Fehltritte, parteipolitischer Kurs 233

Kapitel 6
War die Wehrmacht ein »willfähriges Instrument Hitlers?« 255
Tradition – eine Frage des Kulturkampfes und Zeitgeistes 255
Wann soll die Wehrmacht nazifiziert worden sein? 266
Plädoyer für die Wehrmacht 288

Anhang 305
Kai-Uwe von Hassels Traditonserlaß 305
Hans Apels Traditionserlaß 311
Ritterkreuzträger, die in der Bundeswehr gedient haben 317
Abkürzungen 328
Auszug aus der Rede Helmut Schmidts 329

Personenverzeichnis 334

Der Verfasser Joachim Kannicht 341


Über den Autor:

JOACHIM KANNICHT, Jahrgang 1918, trat 1937 nach dem Abitur in die Wehrmacht ein, wurde vor dem Frankreichfeldzug Leutnant in der AA 13 und nach Verwundung in den Div.-Stab der 13. Pz.Div. versetzt. Anschließend Ord.-Offz. im Kradschützenbataillon 43, 1940 Lehrtruppe in Rumänien, Verwundung im Rußland-Feldzug, 1942 Kp-Chef und zum Afrika-Korps versetzt. Dort O 2 der 21. Pz.-Div.. Gefangenschaft in den USA (Sonderlager Alva/Oklahoma). Nach dem Krieg Architekturstudium, freie Mitarbeit an Architekturzeitschriften. Verantwortlicher Redakteur der Internationalen Presseschau, Stuttgart, Mitarbeiter in- und ausländischer Zeitungen sowie Rundfunkanstalten mit Kommentaren und Sendungen zu politischen und kulturellen Themen. Pressereferent eines wirtschaftspolitischen Bundesverbandes, PR-Tätigkeit in einer süddeutschen Werbeagentur. Chefredakteur einer Tageszeitung, nach Ruhestand Leiter der Monatszeitschrift Alte Kameraden.
Preis der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft für Berichterstattung über die NATO. Bundesverdienstkreuz für seinen journalistischen Beitrag für die Integration der Bundeswehr und der amerikanischen Streitkräfte in die Gesellschaft. In einer Pressemitteilung des Wehrbereichskommandos V, Stuttgart, hieß es dazu: »Joachim Kannicht hat ... als Major der Reserve der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr ... seine journalistische Erfahrung zur Verfügung gestellt. Das Wehrbereichskommando V betrachtet die ehrenvolle Auszeichnung ... auch als Anerkennung dieses Einsatzes.«

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