Meyssan, Thierry: Der inszenierte Terrorismus

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Auftakt zum Weltenbrand?

237 Seiten
kartoniert

Kurztext:

Der gewaltige Medien- und Meinungssog der Terroranschläge des 11. Septembers 2001 spült unvermeidlich auch eine Reihe von Verschwörungstheorien an die publizistische Oberfläche. Ein gutes Beispiel für dieses Genre ist der französische "Investigativjournalist" Thierry Meyssan mit seiner "Enthüllung", die Bush-Administration habe den Flugzeug-Angriff auf das Pentagon nur inszeniert und die Angriffe auf die Türme des World Trade Centers trotz Vorwarnung eiskalt geschehen lassen.

Tatsächlich weist Meyssans Vorgehensweise alle typischen Merkmale einer Verschwörungstheorie auf: Viele seiner zentralen Behauptungen sind als Fragen formuliert. Dadurch können sie ohne den letzten Beweisanspruch noch schärfer gefasst werden. Seine Darstellung der "offiziellen" Version ist sehr selektiv und die anschließende "Gegendarstellung" von kleinen hintergründigen Zynismen durchsetzt. Seiner "Wahrheit" widersprechende Fakten wie die inzwischen vielfach verifizierten Videobeweise für die Täterschaft der Gruppe um Bin Laden blendet er einfach aus. Im Übrigen stimmt auch seine Eingangsbemerkung nicht, dass er sich in seiner Beweisführung ausschließlich auf im Internet veröffentlichte Dokumente von US-Behörden stütze. Eine Überprüfung der angegebenen Seiten ergab: Zum einen leitet er seine Erkenntnisse aus einer Reihe anderer Quellen ab, zum anderen waren einige der Seiten nicht mehr auffindbar.

Sicherlich war die Darstellung der Anschläge und der folgenden Maßnahmen durch die offiziellen amerikanischen Behörden in den ersten Stunden und Tagen von Durcheinander und Widersprüchen geprägt. Das ist angesichts des unglaublichen Ausmaßes der Zerstörung verständlich. Daraus eine Verschwörung militärisch-industrieller Schlüsselpersonen im Weißen Haus abzuleiten, ist jedoch abwegig und konstruiert. Und der Autor entlarvt sich selbst, wenn er Leser mahnt, seine "Arbeit nicht als endgültige Wahrheit anzusehen". Da stellt sich doch die Frage: Was, wenn nicht die Wahrheit, will er dem Leser denn präsentieren? Dieser Satz, der nur der Immunisierung seiner Verschwörungsthese gegenüber Kritik dient, ist typisch für das Buch. Spätestens da landet der als Tiger abgesprungene Autor als Bettvorleger. Dennoch bleibt zu befürchten, dass Leser, die hinter allem Verschwörung wittern, dieses Buch finden und mögen werden. --Dr. Manfred Schwarzmeier

 

Über den Autor:

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