Rigoll, Dominik: Staatsschutz in Westdeutschland

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Von der Entnazifizierung zur Extremistenabwehr

524 Seiten
gebunden

Kurztext:

Die Geschichte der "inneren Sicherheit" beginnt nicht erst in den siebziger Jahren mit dem Terrorismus der RAF und dem "langen Marsch durch die Institutionen". Wer die Hysterien des "roten Jahrzehnts" verstehen will, muss den Bogen viel weiter spannen: von den 150.000 Berufsverboten, die im Zuge der Entnazifizierung seit 1945 gegen vormalige NS Funktionäre und Milita rs ausgesprochen wurden, über das KPD Verbot von 1956 und die 125.000 politischen Strafverfahren der Adenauer Ära bis zum Extremistenbeschluss von 1972 und zum Oktoberfest Attentat 1980. Dominik Rigoll interessiert sich nicht nur für die Genese des Konzepts der streitbaren Demokratie und für die Erfahrungshorizonte der daran mitwirkenden Autoren, sondern auch für die konkrete Behördenpraxis und das Selbstversta ndnis der vom Staatsschutz betroffenen Personen. Er legt damit die erste quellennahe Untersuchung zu dieser Problematik vor - und lässt die Geschichte der "freiheitlich demokratischen Grundordnung" in bisweilen ungewohntem Licht erscheinen. "Dominik Rigoll hat eine ungemein anregende Archäologie der streitbaren Demokratie vorgelegt, die durch ihre stupende Gelehrsamkeit besticht." Paul Nolte 

Über den Autor:

Dominik Rigoll, geb. 1975, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Jena und assoziierter Historiker am Centre Marc Bloch in Berlin. Er lehrt und forscht zu Themen der deutschen und der westeuropäischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert. 

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