Althof, Gerd: Spielregeln der Politik im Mittelalter

Art.Nr.: 466081
Verfügbarkeit: 1000
Lieferzeit: 1 Woche
Gewicht in KG: 0.75
Artikeldatenblatt drucken Drucken
49,95 EUR
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten

Kommunikation in Friede und Fehde

384 Seiten
gebunden

Kurztext:

Das Mittelalter kannte ein ausgeprägtes System von "Spielregeln", die den Kampf um Rang, Macht und Ehre lenkten und oftmals ein Ausufern der Gewalt verhinderten. Anhand zeitgenössischer Quellen zeigt Gerd Althoff, wie eine Gesellschaft, die kein staatliches Waffen- und Gewaltmonopol kannte, mit Konflikten zwischen den 'Großen' des Reiches umging. Zentrale Bedeutung kam dabei den Vermittlern zu. Sie waren mit beträchtlicher Autorität ausgestattet und verhinderten, dass Fehden unkontrolliert eskalierten. Auf der Ebene der öffentlichen Kommunikation bestimmten demonstrativ-rituelle Verhaltensweisen, Zeichen und Gesten die Verfahren politischer Machtausübung. Es wurde mehr gezeigt als argumentiert: Empörung über falsches Verhalten signalisierte man etwa, indem man einen Brief mitsamt Siegel vor den Augen andere auf den Boden warf, ihn zerknüllte und mit den Füßen trat. 

Über den Autor:

Gerd Althoff, geb. 1943, Promotion in Münster 1974, Habilitation in Freiburg 1981; Professuren in Münster, Gießen und Bonn, seit April 1997 Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster. 

Weitere Artikel aus dieser Kategorie:

Kunden die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen: