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Kunze, Klaus: Die sanfte Gehirnwäsche

19,90 EUR
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Lieferzeit: 1 Woche
Art.Nr.: 467082


Produktbeschreibung

190 Seiten
gebunden

Vorwort
 
Unserem Staatsfernsehen laufen die Zuschauer davon. Wer bleibt, ist oft betont links oder zu alt zum Wegschalten. Eine Studie des Reuters Instituts der Universität Oxford ergab 2019, daß der durchschnittliche Zuschauer von ARD und ZDF sich selbst politisch deutlich links von der Mitte einordnet und statistisch wesentlich älter ist als der Durchschnitt. Zwar erreichen die deutschen Sender wöchentlich noch 52% der über 55jährigen, aber nur 6% der 18- bis 24jährigen.
Die Studie konnte natürlich nicht beantworten, ob eher rechts eingestellte Zuschauer bewußt lieber auf Staatsfernsehen verzichten und Privatsender bevorzugen, weil sie die linke Propaganda nicht mehr ertragen können, oder ob der durchschnittliche Zuschauer zu linken Einstellungen erzogen wird, weil er ständig mit ihnen berieselt wird. Wer vor dem Staatsfernsehen ausharrte, befindet sich Gefahr, daß ihm nach und nach das Gehirn durch die Nasenlöcher abgepumpt wird. In Gesprächen mit solchen guten Menschen höre ich sie nur Phrasen nachsprechen, die sie im Fernsehen immer wieder gehört haben.
Viele haben schon ärgerlich abgeschaltet. Ihnen ging es ähnlich wie jenem Bauermeister des Dorfes Fürstenhagen im Bramwald: Dieser verließ entnervt den Weihnachtsgottesdienst 1675 und raunzte dem Prediger dabei zu: "Herr, ich bitte um Ver­zei­hung, ich kann das Kinderlehr-Halten nicht länger anhören, ich muß hinaus­­gehen!“ Wenn unsere oberlehrerhaften Fernseh-Moderatoren sich allabendlich in ihrer moralisierenden Arroganz aufblähen und uns Mores lehren wollen, wenden sich immer mehr Menschen angewidert ab. Wegen weniger, oft irrelevanter Informationsbröckchen wollen sie nicht die ganze moraltriefende Suppe auslöffeln und informieren sich effizienter aus anderen Quellen.
„Der Auftrag des ZDF lautet: Mit einem Vollprogramm aus Information, Bildung und Unterhaltung den Fernsehteilnehmern in Deutschland einen objektiven Überblick über das Weltgeschehen und insbesondere ein umfassendes Bild der deutschen Wirklichkeit zu vermitteln. An der Erfüllung dieser Aufgabe sind ZDF und die übrigen öffentlich-rechtlichen Sender vollständig gescheitert. Sie vermitteln ein Zerrbild des Geschehens, geboren aus linksradikaler Ideologie, moralischen Vorurteilen und besserwisserischer Arroganz.
Um den Zuschauern eine Urteilsbildung zu ermöglichen, muß das Fernsehen „die Vielfalt der in der Gesellschaft bestehenden Meinungen im Gesamtprogramm überparteilich, möglichst breit und vollständig dargestellt werden. Die Berichterstattung muß wahrheitsgetreu und vor allem in Nachrichtenformaten sachlich sein. Tatsächlich informiert das Programm aber einseitig über Fakten, verschweigt oder verzerrt vor allem konservative Standpunkte und strotzt von offener Agitation und subtiler Propaganda.
Eine „saubere Trennung von Nachrichten und Kommentaren“, wie die Programmgrundsätze der einzelnen Sender der ARD sie noch vorsehen gehört der Vergangenheit an. Damit verfehlen die Sender auch rechtliche Verpflichtungen, denn wegen der "schwieriger werdender Trennbarkeit zwischen Fakten und Meinung, Inhalt und Werbung" in allen Medien muß "der einzelne Nutzer die Verarbeitung und die massenmediale Bewertung übernehmen, die herkömmlich durch den Filter professioneller Selektionen und durch verantwortliches journalistisches Handeln erfolgt. Angesichts dieser Entwicklung wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen."
Unsere real existierenden Staatsmedien haben sich von diesen Pflichten so weit entfernt, daß die Legitimität ihrer gebührenfinanzierten Existenz ebenso in Frage steht wie die Legalität ihres täglichen Sendebetriebs.